Welpen- und Junghundgruppe
Ronja zog erst im Alter von 12 Wochen bei uns ein und war anfangs sehr ängstlich. Wir gingen von Anfang an
zu einer Welpenspielgruppe. Schon lange bevor ich sie bekam, hatte ich beschlossen, eine solche Gruppe zu besuchen, weil
es als sehr wichtig für die Entwicklung und Sozialisation des Hundes erachte.
Die Trainer waren durch einige Weiße Schäferhunde aus
ihren vorherigen Welpengruppen schon voller Vorurteile dieser Rasse gegenüber, da diese allesamt sehr ängstlich waren.
Ronja bestätigte das Vorurteil natürlich prompt, aber umso erstaunter waren sie,
wie toll sie sich in der Zeit, in der wir dort trainierten, entwickelte.
Doch wir besuchten dort
nicht nur die Welpengruppe, sondern auch die Rabauken- und Junghundgruppe. An der Junghundgruppe
nahmen wir gar nicht bis zum Ende teil, da sich Ronja bei den Übungen zu langweilen begann und
das alles mit links machte.
Vereinsleben
Ich wollte aber auf jeden Fall weiter auf einem Hundeplatz mit ihr trainieren, weil ich es wichtig finde, dass der Hund eine gute Ausbildung hat. Also suchten wir uns einen anderen Verein und kamen auf diese Weise zu einer Ortsgruppe des IRV (Internationaler Rassehunde-Verband). Seit unserem
Beitritt im Jahr 2004 gingen Ronja und ich zwei Mal pro Woche zum Training auf den Hundeplatz.
Dort gab es zum
Anfang des Trainings immer eine "große Gruppe", wo alle Besitzer mit ihren Hunden
mitmachten. Es wurden dort "Fußlaufen", "Sitz", "Platz",
"Bleib" und Gruppenspielchen gemacht, in denen die Sozialverträglichkeit und
Aufmerksamkeit unter Ablenkung im Vordergrund steht (z.B. das Abrufen des Hundes durch eine Gasse, die durch andere Hunde gebildet wurde).
Danach folgten die Kleingruppen (bis zu vier Personen mit Hund in einer Gruppe), in denen die Übungen gefestigt und Probleme gelöst
wurden. Es wurde dort individuell auf den Hundebesitzer und sein Tier eingegangen. Es wurden auch Übungen wie "Platz aus der Bewegung" und "Ablegen unter Ablenkung"
gemacht.
Zudem konnte man am "Breitensport-Training"
oder der "VB-Unterordnung" (zur Vorbereitung auf die Verkehrsbegleithunde-Prüfung) teilnehmen. Eine
zeitlang wurden auch "Flyball" und "Clickertraining" angeboten, was Ronja
und mir sehr viel Spaß gemacht hat.
Da ich aber fast das ganze Jahr 2006 nicht in Braunschweig war, sind wir aus dem Verein ausgetreten. Wir haben dann über 2 Jahre gar nicht auf einem Hundeplatz trainiert, sondern nur für uns. In der Zeit belegten wir einige mehrwöchige Kurse im Apportieren und Tricks-Einstudieren.
Agility
Im Sommer 2008 fingen wir mit Agility an. Diese schnelle Hundesportart macht Ronja und mir riesigen Spaß. Fast ein Jahr lang trainierten wir in einem Verein in Braunschweig, dann machten wir durch Zufall ein Probetraining bei einer privaten Trainingsgruppe in Lengede mit. Wir fühlten und gleich "sauwohl" dort und waren begeistert von der Art und Weise, wie die Trainerin unterrichtet und motiviert. Seit dem Frühjahr 2009 trainieren wir einmal pro Woche dort mit und haben auch schon ein Trainingsturnier sowie ein "Führtechniken-Kurs" hinter uns. Hier sind einige Bilder von uns beim Agi. Man kann deutlich sehen, wie viel Spaß Ronja dabei hat:

Obedience
Seit dem Spätsommer 2009 machen Ronja und ich zusätzlich zum Agility auch einmal die Woche Obedience-Training. Wir machen nicht nur klassisches Obedience, sondern auch Rally Obedience, was in Deutschland bisher kaum bekannt ist. Ronja fällt sowohl Agility als auch Obedience leicht und ich kann nur schwer sagen, was ihr mehr Spaß bereitet. Ich merke nur, dass ich sie im Obedience besser führe als im Agi. Vermutlich liegt das daran, dass wir schon seit sie klein ist Unterordnung machen und Agility noch relativ neu ist für uns.
**NEWS** Im März 2010 haben Ronja und ich an unserem ersten Rally Obedience-Turnier teilgenommen. Wir starteten zunächst in Klasse 1 und erreichten 196 von 200 möglichen Punkten. Damit durften wir dann auch in Klasse 2 starten. Ronja lief traumhaft und ließ sich überhaupt nicht ablenken von den vielen 2-und 4-beinigen Zuschauern. Sie wirkte auf mich wie ein alter Hase. Leider habe ich in meiner Euphorie ein Schild übersehen und somit wurden wir disqualifiziert. Ansonsten hätten wir in diesem Lauf 198 Punkte erreicht und wären Tagessieger geworden. So hat es "nur" für den zweiten Platz in Klasse 1 gereicht. Ich bin sehr stolz auf mein tolles Mädchen!!!
